02.10.2017 17:45 Alter: 15 days
Kategorie: Allgemeines

Neun Millionen für den Ginsterhof


Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (r.) überreicht den Förderbescheid an Professor Christoph Schmeling-Kludas.

Freude über den Förderbescheid. Hintere Reihe vlnr: Tobias Handtke (SPD-Landtagskandidat), Dr. Ute Christine Haberer (Chefärztin der Abt. für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie), Dr. Helmut Teller (Chefarzt der Abt. für Psychiatrie und Psychotherapie), Dr. Hans-Joachim Böttcher (stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Vereins Ev. Krankenhaus Ginsterhof e.V.). Vordere Reihe vlnr: Professor Dr. Christoph Schmeling-Kludas (Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer), Sozial- und Gesundheitsministerin des Landes Niedersachsen Cornelia Rundt, Kathrin Großmann (Pflegedienstleitung), Pastorin Anne Rieck.

Ministerin Cornelia Rundt informiert sich bei Pastorin Anne Rieck in der Kapelle.

Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt im Musiktherapieraum.

"Damit ist die Existenz des Ginsterhofes gesichert", sagte Professor Christoph Schmeling-Kludas, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer der psychosomatischen Klinik in Tötensen. Am Montag überbrachte Cornelia Rundt, die Sozial- und Gesundheitsministerin des Landes Niedersachsen, einen Förderbescheid über neun Millionen Euro. Damit bekommt das Evangelische Krankenhaus Ginsterhof im ersten Bauabschnitt einen Ersatzneubau mit modernen Patientenzimmern und Therapieräumen. Später wird das Hauptgebäude saniert. Der 1. Bauabschnitt soll Ende 2019 fertig sein. Das Gesamtvolumen des Bauvorhabens liegt bei 14 Millionen Euro, den fehlenden Teil will das Krankenhaus mit angesparten Überschüssen bzw. einem Kredit finanzieren.

Im Ginsterhof werden Menschen mit Depressionen, Zwängen, Ängsten, Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung und posttraumatischen Erkrankungen behandelt. "Wir haben 2013 einen Investitionsstau in unseren Krankenhäusern von 1,7 Milliarden Euro von der vorigen Regierung übernommen und haben jetzt 1,4 Milliarden Euro in Krankenhaus-Maßnahmen in ganz Niedersachsen gesteckt. Ich freue mich, Ihnen heute einen Förderbescheid über neun Millionen Euro überbringen zu können", sagte Ministerin Rundt und überreichte Schmeling-Kludas den Bescheid. Der Landesregierung sei es wichtig, so die Ministerin, eine moderne Krankenhaus-Struktur zu schaffen, in der die ärztliche Versorgung sich nicht in Ballungsräumen konzentriert, sondern in der die Grundversorgung und Spezialangebote flächendeckend und wohnortnah vorgehalten werden.

Schmeling-Kludas stellte anschließend die Klinik und das Bauvorhaben vor. Zurzeit hat der Ginsterhof 132 Betten. Mit dem Neubau, der vor das Hauptgebäude angesetzt wird, kommt das Haus auf 154 Betten. Dann werden Patienten- und Therapeuten-Zimmer auf einer Ebene verbunden sein, zudem gibt es größere Räume für moderne, aktivierende Sport- und Bewegungstherapie, Patientenaufnahme, Fortbildung und Teamkonferenzen. Derzeit entspricht die Unterbringung nicht mehr den heutigen Standards, die Doppelzimmer sind zu klein und die Nasszellen liegen auf dem Flur. Im Neubau werden die 23 Quadratmeter großen Doppelzimmer zwei getrennte Eingänge haben und das Bad (4 m2) ist mittig so angelegt, dass es jedem Patienten einen eigenen privaten Bereich ermöglicht. Daneben gibt es pro Station auch für ein bis zwei Patienten die Möglichkeit der Einzelzimmerunterbringung.

Anschließend führte Schmeling-Kludas die Ministerin noch durch das Haus, sie sah sich auch den Musiktherapie-Raum und die Kapelle an. Etwa zwei Drittel der Patienten sind christlicher Konfession, aber behandelt und betreut werden auch Menschen anderen Glaubens oder ohne Konfession. "Zu mir kommen einerseits Patienten, die fest in ihrem Glauben verwurzelt sind und sich freuen, eine Ansprechpartnerin zu haben. Und es kommen solche, die ohne religiöse Prägung aufwuchsen, aber auf der Suche sind", erklärte Pastorin Anne Rieck, die im Ginsterhof als Seelsorgerin tätig ist.

Die Klinik-Auslastung liegt seit Jahren über 96 Prozent. Zudem hat die Klinik zwei Stationen für junge Erwachsene: "Dieser Bereich steigt enorm. Etwa die Hälfte unserer Anmeldungen sind Menschen zwischen 18 und 26 Jahren", sagte Dr. Helmut Teller, Leiter der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, der am Montag seinen ersten Tag als Chefarzt hatte. Ursachen für diese große Zahl junger Patienten seien etwa desolate Lebensumstände junger Erwachsener, die Suche nach dem richtigen Platz im Leben, schwierige Familienverhältnisse oder auch interkulturelle Probleme.

Dr. Hans-Joachim Böttcher, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Vereins Ev. Krankenhaus Ginsterhof e.V., dankte allen Beteiligten, die für dieses Bauvorhaben zielführend und stringent gearbeitet haben. Nach europaweiter Ausschreibung hofft Schmeling-Kludas, dass mit den Arbeiten im Februar 2018 begonnen werden kann.

Info-Block

Die Psychosomatische Klinik Ginsterhof ist eine gemeinnützige GmbH. Einziger Gesellschafter ist der Ev. Krankenhaus Ginsterhof e.V. Die Gmbh und der Verein sind Mitglieder im Diakonischen Werk Evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V. Aktuell hat der Ginsterhof 132 Betten und 20 Tagesklinikplätze. 199 Mitarbeiter arbeiten im Ginsterhof. Für das Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie ist Chefarzt Dr. Helmut Teller verantwortlich. Chefärztin Frau Dr. Ute-Christine Haberer leitet die Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Die durchschnittliche Verweildauer der Patienten beträgt acht Wochen. 40 Prozent der Patienten kommen aus dem Landkreis Harburg und seinen Nachbarkreisen, der Rest aus dem weiteren Niedersachsen, Hamburg, Norddeutschland, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

 

 


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