Auswertung der Gemeindeumfrage

Im Zeitraum Mai-Juni 2021 wurde eine Gemeindeumfrage durchgeführt, mit der die Bedürfnisse und Wünsche, sowie die Sorgen und Vorbehalte der Gemeindemitglieder abgefragt wurden. Die Umfrage erfolgte sowohl analog per Fragebogen (z. B. in den Gemeindenachrichten) als auch digital über ein Web-Portal. In beiden Fällen war die Anonymität der Antworten voll gewährleistet, das Web-Portal "typeform.com" sichert volle Konformität mit der DSGVO zu.


Wir haben insgesamt 135 Antworten erhalten, ca. 2/3 davon von Frauen, 77 % von Gemeindemitgliedern, mit einem Durchschnittsalter von 51 Jahren.
Das ist nur ein kleiner Teil der Gemeinde, aber diese Antworten liefern einen wertvollen Einblick und Anregungen/Bestätigungen für unsere Tätigkeit. Wir danken allen, die sich Zeit für eine Antwort genommen zu haben, ganz herzlich.
Hier nun ein Überblick der Auswertung. Die Umfrage umfasste sowohl vorformulierte Antworten zum Ankreuzen als auch Freitext-Antworten.

Eine umfassende Auswertung wird  in der Kirche und im Gemeindehaus ausgehangen; wir haben allerdings alle Antworten, in denen Personen namentlich genannt werden, ausgeblendet.


Wie erreichen wir Sie?

87 % der Befragten informieren sich über die Gemeindenachrichten, immerhin 47 % über die Webseite und 35 % über das Wochenblatt.
Der in 2020 eingeführte Newsletter ist offenbar wenig verbreitet oder bekannt (28 %), nur 16% schauen auf die Aushänge.
Das liegt vielleicht daran, dass diese häufig nicht aktuell seien, so zeigen es einige Freitext-Antworten.
Überraschend, dass die häufigste Antwort (27 %) auf die Frage, wie wir Sie besser erreichen können, lautete: Weiter so, ich bin hinreichend informiert.
Nur jeweils 13 % wünschten sich mehr Aushänge, mehr Webseite oder mehr Newsletter.

Welches Angebot wurde in der Corona-Zeit genutzt?

Die Offene Kirche besuchten 52 % gelegentlich, 32 % auch an Sonntagen (dann mit Orgel u. Lesung).
42 % schauten Video-Gottesdienste, 21 % hörten sich Audio-Andachten an, Angebote übers Telefon wurde nahezu gar nicht wahrgenommen.
Über den Konfirmandenunterricht (20 %) oder musikalische Gruppen (13 %) gab es geringe Berührungspunkte, Kita und ev. Jugend nur sehr geringe.
Insgesamt wurde die Gemeinde als inaktiv wahrgenommen, 66 % der Befragten nutzten Angebote anderer Gemeinden.


Welches Programm wünschen Sie sich?

So verwundert es nicht, dass der Wunsch nach Musik (61 %) und Präsenz-Gottesdiensten groß ist, für 61 % in bekannter Form, für 51 % in alternativer Form.
Die Freitextantworten werden deutlicher: 28 % fordern explizit neue, alternative und attraktivere Gottesdienste, Präsenzveranstaltungen, eine offene Kirche, für Gruppen, Kinder und Jugendliche.
9 % wünschen sich mehr Vielfalt und Angebote für alle Altersgruppen, 6 % mehr/frischere/andere Musik, 4 % eine Notfallseelsorge.
Aus einer Vielzahl der Antworten spricht der Wunsch nach moderneren, lebendigeren, freudigeren Veranstaltungen. 5 % rufen nach einem schöneren Gemeindehaus, 2 % nach einem schöneren Kirchberg.

Dieser Trend setzt sich in den Antworten zu den Erwartungen an das Pfarramt fort:
Die häufigste Antwort (37 %) ist der Ruf nach persönlichem Kontakt, einem Kennenlernen, Erreichbarkeit und Präsenz. 13 % der Befragten wünschen sich Mut, Glaubwürdigkeit, Offenheit, Einfühlsamkeit, 9 % eine Kinder- und Jugendarbeit, 4 % gute Predigten.

Die Antworten auf die letzte Frage haben uns überrascht. Die Frage

Was Sie uns immer schon mal sagen wollten

war ein flapsiger Freibrief, mal richtig vom Leder zu ziehen. Die mit 40 % häufigste Antwort war ein expliziter Dank. Gefolgt mit dem Aufruf zu mehr Mut, weniger Tradition, mehr Freude,mehr Vielfalt (15 %). Noch jeweils 8 % wünschten sich eine Notfallseelsorge, ein schöneres Gemeindehaus und eine offene Kirche mit Präsenz-Gottesdiensten.

Das verstehen wir als einen klaren Auftrag.